Sibiu Cycling Tour 2012

Jul 16, 2012 0 Kommentare von

Die Kängurus von Roadsign hoppelten nach Rumänien zur 2. Ausgabe der Sibiu Cycling Tour. Der weg dorthin war noch aus dem letzten Jahr bekannt und so hatten wir keine Probleme unser Hotel zu finden, zumal wir aufs Herzlichste von unseren 2 charmanten Volunteers direkt am Flughafen empfangen wurden.

Das Hotel mit einem absolut zuvorkommenden Personal sorgt für perfekte Rahmenbedingungen, so dass wir uns nur noch ums schnelle Radfahren bemühen müssen, welches hier in Rumänien unter einem durch und durch stralend blauen Himmel und Temperaturen um die 30° auch sehr angenem ist. Selbst noch am Abend bei der gestrigen Teampräsentation war kurze Hose angesagt und die Wasserflasche immer griffbereit.
Heute, beim 2,6km langen Prolog, der sich einmal durch die geschichtsträchtige Innenstadt von Sibiu schlängelt, erwartet der Veranstalter viele begeisterte Zuschauer, die die Fahrer über die mit Kopfsteinpflaster bestückte Strecke tragen. Falls es ihnen aber zu heiß sein wird, kann man sich den Prolog aber auch ganz gemütlich live im rumänischen TV ansehen.

Gleich zu Beginn der Sibiu Cycling Tour setzten die Jungs vom Team Roadsign – Brothers Bikes beim 2,65km langen Prolog ein kleines Ausrufezeichen und gleich vier Fahrer konnten sich unter den Top 20 platzieren. Kai fuhr mit Platz 9 sogar in die Top10 und wurde bester Deutscher. Philipp wurde 14., Lukas 18., Nico 19.,  Jonas und Florian komplettierten das gute Auftreten mit den Rängen 22 und 67. Im Vorfeld hatte sich das keiner auch nur erhofft angesichts des starken Starterfeldes. In der Mannschaftswertung liegt das Team somit auf dem 3. Rang und hat für die morgige 184km lange Etappe mächtig Selbstvertrauen getankt.

In Rumänien scheint nicht nur die Sonne, nein hier kocht auch der Asphalt samt Fahrer auf ihm. Das könnte ein Fazit der gestrigen 1. Etappe sein.

Aber nun mal von Anfang an. Wir sind bei schönstem Sonnenschein und kuscheligen 35° Celcius auf dem wunderschönen Marktplatz um 13.45 Uhr gestartet, um neutralisiert aus der Stadt zu fahren, wenn man denn den richtigen Weg wählt und nicht mitten im Nirgendwo mit allen Mann wenden muss, weil man sich verfahren hat. Zum richtigen Start hat sich dann das Thermometer im Auto auf 37° eingependelt und sollte die nächsten 160km so bleiben. Denn Schatte gab es erst am letzten Berg. Um die Strecke zu überbrücken galt es sich so gut wie es eben ging zu kühlen. Und da waren 10 Liter Wasser pro Fahrer grade so ausreichend. Alles in allem kann jeder, der es geschafft hat gestern, in welchem Zustand auch immer, ins Ziel zu kommen stolz auf sich sein. Denn härter als gestern geht es selbst bei der Tour nicht zur Sache.
Da sind die meisten auch froh das es heute auch „nur“ ein Manschaftszeitfahren über 10km gibt.

Ergebnisse gibt es HIER

Wir waren gleich das dritte Team. Der Start von der Rampe gelang sehr gut! Wir hatten schnell ein ordentliches Tempo. Bis es dann zum Berg ging, da machte Lukas das Tempo, sodass alle gerade noch am Hinterrad bleiben konnten! Die Abfahrt war ein wenig rutschig da es leicht regnete, aber wir hatten es im Griff. Auf den letzten vier Kilometern verloren wir Phillip Maier. Was wir, sowie viele anderen Teams,  jedoch nicht wussten war, dass der fünfte Mann zählt.Was um leider 50 Sekunden unnötig mehr einbrachte.

Ergebnisse wieder HIER.

Die dritte Etappe war zwar mit 90km nicht besonders lang, dennoch war sie mit einem 26km langen Schlussanstieg auf 2050 Metern Höhe nicht zu unterschätzen. Wie schon in den letzten Tagen war die Temperatur bei ca. 35 Grad, woran wir uns aber schon fast gewöhnt haben. Vom Start weg fuhren die Fahrer vom Team Roadsign ein konzentriertes Rennen und waren immer im vorderen Teil des Feldes zu finden. Lediglich kurz vor Beginn des Anstieges wurde es sehr hektisch, da ein Team versuchte, das Feld mit einer Windkante zu sprengen, auch wenn dies nicht gelang. Im Schlussanstieg fuhren dann alle Fahrer ihren eigenen Rhytmus, was leider nicht für die vordersten Plätze gereicht hat.

 

Die 4. Etappe der Tour of Sibiu hatte als einzige eine Sprintankunft. Doch wurde es den Sprintern nicht leicht gemacht. Sie mussten sich erst 146 km quälen, denn ein größerer Berg und 3 kleinere Rampen galt es zu überwinden. Unter teils schlechten Straßenbedingungen und kurzzeitigem Regen erreichten die Jungs vom Team Roadsign das Ziel. Platten und Stürze konnten nicht vermieden werden. Beispielsweise in der 15% steilen Abfahrt nach dem großen Berg, in der sich der ein oder andere versteuerte, oder mangels schlechter Erfahrung einen Platten bekam. Doch davon waren unsere Fahrer zum Glück nicht betroffen. Auch die sehr schlecht geteerten Straßen mit riesigen Schlaglöchern verursachten einige Stürze, was Philipp den Anschluss an das Feld kostete, und er am Ende nicht mehr in das Renngeschehen eingreifen konnte. Kai, Lukas und Jonas konnten sich im noch 80 Mann starken Feld auch über den letzten Berg 25 km vor Ziel retten. Kai und Lukas hielten Jonas aus dem Wind und fuhren ihn in eine gute Position, sodass er am Ende auf Platzt 27 spurtete. Auch hier galt es konzentriert zu fahren, denn die letzten Kilometer durch Sibiu waren nicht nur hektisch, sondern auch kurvig. Die Zielanfahrt sehr eng, sodass es auch im Massensprint noch einmal zu einem Sturz kam. Lukas und Kai beendeten das Rennen auf den Plätzen 41 und 63. Philipp kam in einer weiteren Gruppe im Ziel an. In der Gesamtwertung hatten wir mit Lukas auf Platz 50 den drittbesten Deutschen der Rundfahrt.

Nun haben wir noch einen freien Tag bis zum Abflug, den wir mit Sonnenbaden, Kaffee in der Stadt trinken und diversen anderen Erholungsaktivitäten verbringen werden.

Am Dienstag um 12.30 Uhr werden wir dann den Heimweg antreten, wobei dieser im Flugzeug mit 2,5 Std. recht angenehm werden dürfte. 

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