RTF vom 7.7.2012 RC Durch

Jul 09, 2012 0 Kommentare von

 

 

 

„Rund um den Kölner Norden“

oder – wer hat die Schilder geklaut?

Zu Beginn ein großes Lob an den Veranstalter dieser RTF des Kölner Traditionsvereins

„RC Durch 1901“

Für:

Eine perfekte Organisation,

eine feine Streckenführung,

ausreichend Verpflegung,

ein tolles Ambiente im Start und Zielbereich,

genügend Parkplätze,

freundliche Helfer und

eine ordentliche Beschilderung, wenn da nicht…

 

Aber von Anfang an:

An der ersten Kontrolle übergab ich meine angeheiratete Radlerin in die Obhut von zwei netten Radkollegen für die 115 km Strecke. Ich hingegen wollte die 72 km alleine fahren. Und weil ich den Kopf unten hatte, da mir die Straße so viel Spaß machte, übersah ich bereits nach wenigen Kilometern, dass ich eigentlich links abbiegen sollte.

Was macht man wenn man keine Schilder mehr sieht? Richtig! Umdrehen. Wenn einem nach etwa vier Kilometern ein Radler aufmerksam macht, dass man falsch unterwegs ist, erst recht. Den richtigen Abzweig gefunden, war ich bald wieder gut unterwegs, als es zu schütten begann.

Clever wie ich ab und zu sein kann hatte ich Regenjacke dabei und diese praktischen Plastikschutzbleche montiert. Nach einer schönen Abfahrt und Querung einer Hauptstraße durchfuhr ich einen größeren Ort von dem ich nur weiß, dass die Kirche dort St. Martin hieß. Und dann fehlten auf einmal die Schilder. Also umdrehen, denn ich vermutete an der Hauptstraße einen Fehler gemacht zu haben.

Nach mehreren Anläufen fand ich endlich die richtige Gasse zurück als mir eine Gruppe von RTF Teilnehmern entgegen kamen. Denen ging es natürlich so wie mir und bald waren sie mit mir auf der Suche. Dass es weiterhin schüttete war in diesem Moment Nebensache. Es begann eine Irrfahrt, das haste nicht erlebt.

Und meine Angst war jetzt nur die, dass mich die Gruppe der zügig fahrenden Typen abhängen. Denn dann gäbe es eine für mich unvorstellbare Situation: Ein Ösi, in der Pampa alleine gelassen. Das wollte ich doch vermeiden.

Dann stellte ich beruhigt fest, dass mein Körper in dieser Stress Situation genügend Adrenalin ausschüttet um mithalten zu können.

Nach einiger Zeit war klar, wir müssen nur den Ort Allrath anpeilen um wieder auf die Strecke zu kommen. Nur? Wo der denn wäre? „Da vorne… wir müssen nur rechts um den Berg rum…“ Da vorne, das war allerdings ganz schön weit weg.

Irgendwann war es wieder da, dieses schöne gelbe Schild mit der Aufschrift „RC Durch 1901“

Endlich – gerettet!

Dass ich mit noch einem weiteren Radler in Allrath nach der Kontrolle gesucht hatte – obwohl diese erst später kam – war bereits ein Anflug von Verzweiflung. Auf dem Zettel stand es schwarz auf weiß: „K 2 Widdershausen“.

An der Kontrolle war das Fehlen der Schilder schon bekannt, sie waren geklaut worden.

Wie viele zusätzliche Trainingskilometer ich deshalb gefahren bin? Keine Ahnung. Mein Tacho ist defekt. Ich schätze aber sicher an die zwanzig wenn nicht mehr, gefühlt waren es an die fünfzig! Und zum Schluss im Ziel gab es dann doch noch was zu Lachen. Meine 100 Kilometer Fahrerin und ihre Partner hatten das gleiche Problem, es fehlten auf ihrer Strecke Schilder, aber an anderer Stelle…

Soll heißen – nach einer Irrfahrt fuhren sie schließlich total genervt auf der Hauptstraße ins Ziel….Solche liebenswerte Chaoten, wie kann man nur ;-)))

Ciao bis zum nächsten Report

Euer Ösiblitz

Anmerkung: Ein Ösi ist nicht der Ötzi, sondern (speziell in Bayern) die Bezeichnung für einen Österreicher ;-)

 

 

 

 

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