RTF Startzeiten und einiges mehr.

Mai 12, 2015 2 Kommentare von

Nachdem ich meine Veranstaltungsplanung für die nächsten Wochen vorgenommen hatte, fiel mein Blick mal wieder auf die Startzeiten bei den von mir ausgewählten RTF`s.

Prolog

Vatertag in Leverkusen 7 bis 10 Uhr und Velbert am Sonntag 8 bis 10 Uhr.

Ups. Klar kann ich gegen 9 Uhr auf die Strecke gehen, aber dürfte ich dann so ziemlich der Letzte sein und alleine meine Kilometer kurbeln.

Also heißt es für mich, spätestens um 5 Uhr aufstehen. Aber da war doch noch was! Ach ja, am Mittwoch muß ich noch lange arbeiten und am Samstag eine Einladung bei Freuden.

Ein entspannter Start in den Tag auf dem Rad sieht anders aus.

Nun geht es hier nicht ausschließlich um meine Befindlichkeiten. Bei einer der letzten RTF`s und einer schönen Trainingsrunde mit einer zufälligen Bekanntschaft von netten Radlern, kam dies Thema zur Sprache.

Tenor:Viel zu früh.“ „Weißt Du wie lange ich am Abend noch arbeiten muß?“ „Soll ich Dir mal sagen, was meine Freundin mir sag!“ usw., usw., usw.

Ist-Stand!

Wir haben rückläufige Teilnehmerzahlen bei den RTF Veranstaltungen. Einen Mitgliederrückgang und eine Überalterung bei vielen RTF/Radsportvereinen.

Die Lebenswelten der meisten Menschen haben sich verändert. Lange Arbeitszeiten und jede Menge Freizeitangebote sind die Regel. Da ist es mehr als verständlich, dass immer weniger Radsportler die Lust verspüren, an den freien Tagen für ihr Hobby so früh auszustehen.

Weiter kommt hinzu, dass es bei einigen Veranstaltungen vorkommen kann, daß man bei der Wahl der langen Strecken, am Ziel dem Veranstalter beim Abbau zuschauen darf.

Ein entspanntes ausklingen des Tages stellen sich viele anders vor.

Was geht?

Keine Startzeiten vor 9 oder 9:30 Uhr. Startfenster locker bis 12 Uhr öffnen. Kontrollschluss nicht vor 18 Uhr und auch vorher keine Abbauarbeiten der Veranstaltung.

Dies eröffnet die Möglichkeit, den veränderten Lebenswelten vieler Radsportler gerecht zu werden und auch familienfreundliche Freizeitangebote zu machen.

Als gutes Beispiel dienen hier viele CTF Veranstaltungen. Diese haben in der Regel späte Startzeiten und ein langes Startfenster. Das Gro startet meistens in der Mitte des Startfensters und lässt sich nach der Runde noch gemütlich zum Ausklang des Tages am Startplatz nieder. Hier herrscht dann eine fröhliche Partystimmung.

Fazit

Es gäbe noch viel zu sagen, Ideen und weitere Vorschläge zu formulieren, aber ich will keine Bleiwüste hinterlassen.

Ich bin mir sicher, dass auch die RTF Szene wieder wachsen kann. Radfahren in der Freizeit und aus gesundheitlichen Gründen boomt. Nun gilt es für die Vereine, sich mit ihren Veranstaltungen und Angeboten, den veränderten Lebenswelten und dem Freizeitverhalten der Menschen zu öffnen.

Viele Grüße,

Dieter

38-300x199

 

 

 

 

 

 

Allgemein, News, Verschiedenes

2 Kommentare to “RTF Startzeiten und einiges mehr.”

  1. Marcus says:

    Lieber Dieter,

    so gerne ich auch ausgeschlafen nach einem entspannten Sonntagsfrühstück eine schöne Runde auf dem Rad drehen würde, sehe ich auch einige Gründe, die für frühe Startzeiten sprechen:
    Der Verkehr nimmt mit der Tageszeit zu und man teilt sich die reizvollen Wege mehr und mehr mit Ausflüglern, Rockern und Genußradlern.
    Die RTF-Veranstalter haben offensichtlich mancherorts Probleme genügend Helfer für eine solche Veranstaltung zu finden und sind dann nachmittags froh, wenn der ganze Spuk vorbei ist.
    Attraktiver ist sicherlich eine Veranstaltung, die diese Probleme angeht und duch Streckenführung und motivierte Veranstalter für Begeisterung sorgt, die bis in den frühen Abend reichen kann.
    Das führt sicherlich zu Spaß beim mitfahren wie mitmachen – aber bis dahin finden wir uns wohl um 8 Uhr morgens in Velbert wieder.
    Ciao Marcus

  2. Marin Vutuc says:

    Hallo Dieter,

    die frühen Startzeiten bei RTF’s sind in der Tat nicht familienfreundlich. Seit mein Sohn Samstag Abends mit Freunden um die Häuser zieht ist er nicht mehr dazu zu bewegen gewesen mich auf RTF’s zu begleiten da es für ihn schwierig war Sonntags früh um fünf Uhr aus den Federn zu kriechen.

    Andererseits muss man aber auch die andere Seite sehen, die Vereine die sich Jahr für Jahr abmühen und sehr viel Leidenschaft und Arbeit investieren uns Hobbyradfahrern dieses RTF Erlebnis anzubieten haben es auch immer schwerer ehrenamtliche Mitglieder zu begeistern am Sonntag eine RTF zu veranstalten.

    Die Arbeit hört ja mit den letzten Fahrern nicht auf sondern dann müssen die Strecken wieder abgeschildert werden, die Verpflegungs- und Kontrollstellen wieder abgebaut werden etc. Und diese Leute müssen in der Regel alle am nächsten Tag wieder zur Arbeit.

    Daher kann das nur funktionieren wenn wir alle uns mehr in den Vereinen engagieren und mithelfen, die Last so einer Veranstaltung auf vielen Schultern zu verteilen.

Kommentieren.

Sie müssen angemeldet sein um diesen Beitrag zu kommentieren.