Rheuma, Radsport und meine Geschichte, wie ich aufs Rad kam!

Aug 12, 2014 0 Kommentare von

viele von Euch kennen mich über die Bikekomnet-Seite, Facebook, oder über diverse Radsportveranstaltungen persönlich.

Einige Radsportfreunde wie Roger aus Dortmund (öffne Dich ruhig, die Menschen wollen Ehrlichkeit), Besi (Rad statt Rollstuhl, in verschiedenen Telefonaten) und Moni aus dem kühlen Norden (öffne dich, es befreit), haben mir über eine recht lange Zeit Mut gemacht, offen mit meiner Krankheit und sich daraus ergebenen Lebenssituationen umzugehen.

Der Anfang war vor gut 20 Jahren. Erst Psoriasis und Ende dreißig war meine sportliche Leidenschaft als Spieler und Trainer im Skaterhockey Step by Step beendet.

Keine Entzündungen festzustellen. Doc Hopping, Heilpraktiker und es ging dann so weiter. Mit 42 Jahren konnte ich mich kaum noch alleine in das Auto setzen. Die Schmerzen waren unerträglich. An Sport war natürlich nicht mehr zu denken.

Durch einige hervorragende Kontakte zu Ärzten aus meiner sportlich aktiven Zeit kam ich dann zum Rheumatologen Dr. Langer. Einer der führenden Ärzte für diese Krankheitsbilder, nicht nur in Deutschland. Man war das ein Unterschied. Komplette Untersuchung des gesamten Körpers, der Organe und Blutanalysen, die fast allen Ärzten aus Kostengründen zu teuer sind.

Dann eine Basismedikamentierung. Metrotoxat, Arava, Cortison und Nahrungsergänzungsmittel zum Ausgleich der Nebenwirkung der Medikament.

Weiter ein D 1 Rezept (40 Min. Physio und Training im Kraftraum) für den Physio. Durchgängig, wann ich es auch immer brauchte, oder brauche. Hier muß ich mich nochmals bei der Sporttherapie Restle in Düsseldorf bedanken. Es ging immer darum, den Patienten wieder fit zu machen und nicht nur die Rezepte abzuarbeiten.

Natürlich kamen auch neue Komplikationen hinzu. Knorpelschaden mit dem Grad 4 + und nur noch 30 Prozent intakte Bänder im rechten Knie. Wieder war Doc-Hopping angesagt. Natürlich waren alle darauf aus, mir ein neues Kniegelenk einzusetzen. Klar, abrechnungstechnisch mit 7 bis 10 Tausend Euro für die Klinik.

Nach Rücksprache mit dem Physios von Restle landete ich bei Dr. Wiggering in MG. Eine Orthokintherapie und ein Jahr Training (4 Mal die Woche) bei Restle ließen mich die OP, bin mittlerweile 56 Jahre, vergessen.

Zu dieser Zeit, mit knapp 44 Jahren, empfahl mir Dr. Wiggering Rad zu fahren. Mit der Anmerkung: „Bin mal gespannt, wann sie sich aufs Rennrad setzten“!

Mein Einstig fand mit einem Speedbike statt. Nach einem Jahr, legte ich mir dann mein Ghost Race 6000 zu. Jeep, war/ist mega klasse.

024 Natürlich brachten meine sportlichen und rheumatischen  Vorschädigungen einige schmerzhafte Schwierigkeiten beim Training mit sich. Ich stieß dann auf Radbiometrie Jens Machaczek in Bad Soden. Also, ab dort hin. Zwei Termine mit ges. fünf Stunden. Keine 200 Euro und ich fahre bis heute mit nur noch kleinen Schwierigkeiten. „Dank Dir Jens, Dein Trainingsprogramm halte ich immer noch ein.“

Radfahren ist für mich bis heute die beste Therapie geworden. Natürlich gab es auch einige Dellen. Ein Achillessehnenriß beim Joggen (das geht mittlerweile moderat auch wieder), ein schwerer Sturz mit lädierter rechter Schulter und diverse Kleinigkeiten.

 

Seid 5 Jahren fahre ich auch mit meinem Ridley auch 12.01.2014, Werne, WWBT 2014CTF Veranstaltungen

Das CX ist echt mega klasse und dieVeranstaltungen/ das Training durch Wald und Feld geben mir viel Energie.

 

 

 

 

 

Wichtig für jeden Menschen mit rheumatischen Krankheitsbildern ist eine gesunde Selbsteinschätzung, den Körper nicht zu überfordern und sich realistische Ziele zu setzen. Auch dies habe ich erst lernen müssen.

Ich entdecke immer mehr die Langsamkeit und das entspannte Fahren für mich. Mit einem Blick für das Schöne!

Auch Streß ist ber der Erkrankung  nicht gerade förderlich. Knapp vier Jahre Rosenkieg, Scheidung und der Kampf um die private und berufliche Neuorientierung ließen die Krankheit wieder richtig ausbrechen.

Hier hilft mir das Radfahren enorm den Kopf frei zu bekommen und den rheumatischen Beschwerden zu begegnen. Denn gerade die Psyche wird durch die Krankheit, ihre Einschränkungen und die Nebenwirkungen der Medikamente in Mitleidenschaft gezogen.

Also Liebe Radsportfreunde/Innen, ich glaube ich konnte Euch einen kleinen Einblick geben, wie und warum ich aufs Rad kam.

Wer noch nicht das Radfahren für sich entdeckt hat, probiert es einfach aus. Es hilft, daß kann ich Euch versprechen.

Viele Grüße,

Dieter

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PS: Einen besonderen Dank an Moni, Besi und Roger für Eure Überzeugungsarbeit! Ihr seid klasse!!!

 

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