Nikolaus-Tour des TV Schlüchtern am 7. Dezember 2014

Dez 13, 2014 0 Kommentare von

Unterstützte Jagdpächter die Veranstaltung?

Zum 20. Mal wurde jetzt am vergangenen Sonntag die traditionsreiche Tour der Radabteilung des Schlüchterner Turnvereins veranstaltet. Während 1995 der Start- und Zielbereich noch im Rahmen des Weihnachtsmarktes am Rathausplatz in Schlüchtern eingerichtet war, starten die Teilnehmer bereits seit einigen Jahren an der Brüder-Grimm-Schule in Steinau. Von hier führte die Strecke über Niederzell zum Ohl, dann über den Schafsteg auf der alten Poststraße nach Ulmbach. Hier war wieder an der Bilsbergschule eine Verpflegungskontrolle eingerichtet worden.

Weiter ging die Fahrt nach Sarrod und durch den Forst bis zum Kinzig-Staussee schließlich zur zweiten Kontrollstation in der Bikeschmiede in Ahl. Über die Spessartausläufer bis Seidenroth, endete die Fahrt nach 46 km und knapp 900 Höhenmetern wieder an der Steinauer Schule. Wem 26 km und knapp 400 Höhenmetern genügten, der konnte auch einen verkürzten Kurs für pure Genießer fahren.

Überhaupt hatte die Veranstaltung keinen Renncharakter. Erholung und Freizeitwert standen für die exakt 100 Teilnehmer, deren Weitestangereiste aus Plön in Holstein kamen, im Vordergrund. So hatte auch das Forstamt in Schlüchtern die Fahrt eingeschätzt und beschied dem Veranstalter, dass nach dem neuen hessischen Waldgesetz keine förmliche Genehmigung mehr für die Fahrt erforderlich sei.

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Voll des Lobes waren die Teilnehmer wie auch die beiden Kontrollfahrer des Radfahrerverbandes, die der Fahrt die volle Naturverträglichkeit auf bestens ausgeschildertem Kurs bescheinigten. So legt man beim Schlüchterner Verein beispielsweise großen Wert darauf, dass die Orientierungspfeile und Gefahrenwarntafeln ausschließlich durch Helfer auf Fahrrädern in den Wald gebracht werden, was allerdings tagelange und mühevolle Arbeit bedeutet. Auch werden die Pfeile und Schilder sofort nach der Fahrt wieder aus dem Wald entfernt.

Doch getreu dem Motto „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt“ wurden wohl vom vermeintlichen Jagdpächter oder Waldbesitzer die Pfeile und Schilder auf einem 5 km langen Abschnitt entfernt und auf einen Haufen geworfen. Im Vorjahr wurde ein älterer Teilnehmer auf dem gleichem Waldabschnitt gar mit einem Geländeauto bedrängt und genötigt, in einen Graben zu fahren, hinzu kamen Beschimpfungen übelster Art auch an die Adresse weiterer Radfahrer.

Bei der Ehrung der größten Vereinsgruppe, den Radfahrfreunden aus Petersberg, die mit 16 Teilnehmern angetreten waren, versuchte das Abteilungsleiter Wolfgang Lotz noch mit Humor hinzunehmen. Er sah bei der diesjährigen Aktion im Vorjahresvergleich schon einen ersten Schritt des Betreffenden in seiner noch zu erwartenden Wandlung vom Saulus zum Paulus. „Sicher wollte er uns nur bei der aufwändigen Abschilderungsarbeit behilflich sein“, meinte Lotz. Er bittet den „Helfer“ aber für nächstes Jahr um eine zeitliche Absprache mit dem Verein, damit eine Verwirrung und Gefährdung der Teilnehmer zukünftig noch besser vermieden werden kann.

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Bild: Teilnehmer der größten Gruppe bei der Nikolaus-Tour, die Radfahrfreunde aus Petersberg, stehen staunend vor den abgerissenen Pfeilen und Hinweisschildern

 

 

 

Viele Grüße,

Eure Radsportfreunde aus Schlüchtern

 

Impressionen vom Tag:

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