Marathon RSG Herne, (Rodgers erster auf einem Singelspeed)

Apr 30, 2012 0 Kommentare von

Da ist er also absolviert, mein erster Radmarathon auf einem Singlespeed.
Dabei hätte der Tag fast nicht lausiger beginnen können,denn der erste Blick morgens
aus dem Fenster sah nicht wirklich vielversprechend aus.
Zentimeter hoch stand da das Wasser vom nächtlichen Dauerregen noch auf der Strasse,
aber zumindest von oben kam diesbezüglich nichts mehr.

Also ordentlich den Bauch vollgehauen und dann auf nach Herne.
Dort angekommen und nach dem üblichen Prozedere des Einschreibens und diverser Hallos,
konnte man am Himmel schon die ersten kleinen Wolkenlöcher entdecken.
Wie brutal warm dieser Tag werden sollte war da allerdings noch nicht zu erahnen!

Pünktlich gegen 8:00 Uhr und nach einigen Hinweisen zur Strecke wurde dann gestartet.

Die ersten 40km nach Ahsen vergehen wie im Flug und das Grupetto mit dem ich gestartet war,
kommt noch fast in seiner Gesamtheit dort an.
Am dortigen K1 nicht lange aufgehalten, Stempel geholt, Waffeln gegessen und wieder los.

Ab dort wurde den meisten klar das man sich wohl viel zu warm angezogen hatte,
denn der Himmel war jetzt wolkenfrei und die Temperaturen stiegen unaufhörlich.
Für mich begann jetzt auch wieder die „Schleppnetztaktik“.
Also versuchen ein Grupetto zu finden dessen Pace ich ohne Probleme halten werde können
und mich dann einfach mitziehen lassen.
Klingt nicht wirklich elegant, ist’s auch nicht, aber mit nur einem Gang eine logische Vorgehensweise.
Ein solches fand sich dann in Form der Fahrer vom Rad Club Buer-Westerholdt,
des Schwelmer RSC und Vera aus Ronsdorf.
Die nächsten 160km sollten wir ein grosses Stück gemeinsam unterwegs sein.

Beim K2 bei Kilometer 66 in Senden. dann ein etwas längerer Aufenthalt, viel getrunken/gegessen
und Hosenbeine/Ärmel hochgekrempelt.

Von da an brannte die Sonne schon fast unbarmherzlich auf einen nieder.
Kurz vor Havixbeck dann noch eine Schrecksekunde, da ein Fahrer von Buer seine Trinkflasche
nicht in den dafür am Rad vorgesehenen Halter, sondern auf die Fahrbahn beförderte
und Vera dieser nicht mehr ausweichen konnte.
Zum Glück kein Sturz, sondern lediglich eine Dusche Veras und meiner Wenigkeit.
Das hätte auch ganz anders ausgehen können!

K3 bei Kilometer 102 in Havixbeck.
Warmes Essen, Joghurt und deswegen längerer Aufenthalt.

Das „Depotauffüllgericht“ entsprech dann nicht so wirklich mein Geschmack,
aber man ist ja auch nicht zum schlemmen gekommen

Da die Buerer noch nicht los wollten, bin ich erst einmal allein aufgebrochen und habe mich an diverse Hinterräder geklemmt.
Kurz vor dem K4, welcher wieder der in Senden war, wurde ich dann von den Gelsenkirchenern wieder eingeholt.
Von dort dann bis zum K5 bei km155 in Cappelle komplett gemeinsam gefahren.
Auf dem Weg dorthin erste fiese Nebenerscheinungen bei mir, wie z. B. Nackenschmerzen und auch das erste mal die innere Frage:
„Wann sind wir endlich da?“

Ankunft Capelle – vorletzter K-Punkt und kaum noch einen angetroffen der halbwegs frisch aussieht.

Mit dem Gefühl das wenn ich nicht sofort weiter fahre gar nicht mehr fahre, erstmal wieder ohne das Grupetto losgefahren.
Mich dann den Fahrern von Staubwolke 08 Eilendorf angeschlossen und bis kurz hinter Selm mit ihnen gemeinsam gefahren.

Ab da wurde es dann richtig hart und mein Hirn fing an dezente Fehlfunktionen zu produzieren.
Trotz meiner unsäglich schweren Beine noch andere Fahrer überholt, die noch mehr eingebrochen waren.
Nur die Gewissheit gleich daheim zu sein hat mich wohl davor bewahrt das Rad abzustellen,
mich auf eine der Wiesen abzulegen und auf der Stelle einzuschlafen.
Die letzten Kilometer nur noch mit Tunnelblick absolviert.

Endlich K5 Waltrop bei km188.
300m vorher hat mich dann auch das „Buerer-Grupetto“ wieder eingefangen.

Da es von dort nach Herne fast exakt gleich weit ist wie zu mir nach Hause,
habe ich beschlossen anstatt von Herne mit dem Zug, mit dem Rad den Heimweg anzutreten.
Also Nr abgemacht, Vera mitgegeben, mich verabschiedet und nach Hause geeiert.

Fazit:

Ein Marathon im Münsterland mit dem SiSp ist machbar, aber jede Woche brauche ich das nicht!
Vielen Dank an die Fahrer aus Buer, Schwelm, Ronsdorf und Eilendorf für die vielen Windschattenkilometer.
Ebenso grosser Dank gebührt den Veranstaltern für eine perfekte Orga, einer super Verpflegung
und eine Ausschilderung par excellence.
Dazu gesellt sich noch ein Sonnenbrand auf den Armen der sich gewaschen hat – Aua!

Viele Grüße,

Euer Rodger

Allgemein, Nachberichte
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