Die Berge der Tour 2012 – Nicht so hoch, aber steil wie nie

Jun 29, 2012 0 Kommentare von

Was wäre die Tour de France ohne Berge? Für die Fans der Großen Schleife sind die Hochgebirgs-Etappen die Highlights der Rundfahrt. Hier spielen sich jedes Jahr Dramen ab. Die steilen Rampen sind der Scharfrichter über Sieg oder Niederlage. Die Planer der Tour stehen vor der Herausforderung, immer wieder legendäre Berge zu integrieren. Gleichzeitig sollen auch neue Steigungen ins Programm aufgenommen werden.

Die Tour befindet sich im Jahrzehnt der Jubiläen: 2010 feierten die Pyrenäen Hundertjähriges, 2011 hieß es 100 Jahre Galibier und im kommenden Jahr findet die 100. Auflage der Tour statt. Für das Zwischenjahr haben sich die Planer einige Neuheiten ausgedacht: Die Fahrer müssen gleich vier Berge, die noch nie im Programm waren, erklimmen. Außerdem wird es nur eine Alpenetappe geben, die es aber in sich hat. (Diese Berge sind die größten Herausforderungen 2012)

Foto-Show: Die Berge der Tour de France 2012

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Der mächtige Tourmalet stellt sich den Fahrern entgegen

Tour-Direktor Christian Prudhomme und seine Mitarbeiter wollen die Fahrer dazu zwingen, mehr zu riskieren. Durch die vielen Zeitfahrkilometer, müssen die Nicht-Spezialisten die Minuten im Hochgebirge wieder reinholen. Die neuen Rampen birgen außerdem ein Überraschungsmoment, weil sie eben noch nicht „hundert Mal“ befahren wurden.

Insgesamt hat die Tour 2012 59 Bergwertungen im Programm. Das sind acht mehr als im vergangenen Jahr. Sechs Gipfel tragen das Kürzel „HC“, sie gehören zu Ehrenkategorie. Elf Berge sind Kategoerie-eins-Anstiege, acht gehören zur zweiten Kategorie, elf zur Dritten und 23 zur vierten. Das Dach der Rundfahrt ist der legendäre Col du Tourmalet. (Hier geht’s zum Guide für Tour-Fans)

Teilweise müssen 28 Prozent Steigung bewältigt werden

Bergankünfte gibt es vier. Zwei davon sind echte Herausforderungen für die Besten. Die siebte Etappe endet auf der Skistation La Planche des Belles Filles. dort wurde extra ein Stück Straße gebaut, das im Schnitt 20 Prozent steil ist und eine kurze Steigung von satten 28 Prozent aufweist.

Das elfte Teilstück, das gleichzeitig die einzige Alpenetappe ist, führt am Ende hinauf nach La Toussuirre. Für die Pedaleure, besonders diejenigen, die sich im Hochgebirge nicht so wohl fühlen, wird die Bergankunft dieser kurzen aber sehr schwierigen Etappe eine echte Qual werden. Am gleichen Tag müssen sie zwei Berge der Ehrenkategorie meistern, darunter auch der noch nie im Programm gewesene Col de la Croix. Die Favoriten dürfen sich im 6,1 Kilometer langen Schlussstück nicht abhängen lassen.

Das sind die deutschen Starter bei der Tour de France 2012

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Die 17. Etappe hat zwar keine echte Bergankunft, der Zielstrich ist aber nur einen Kilometer hinter dem Kategoerie-eins-Anstieg bei Peyragudes. Hier in den Pyrenäen haben die Kletterer zum letzten Mal die Möglichkeit, anzugreifen. Denn danach sind es nur noch drei Tage bis Paris und die großen Berge sind passé. (Die Berge der Tour 2012)

(Spiegel Online)

 

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