RTF RSV Duisburg, 18.03.2012

Mrz 20, 2012 0 Kommentare von

Hallo Radsportfreunde,

Sonntag der 18.03.2012. 6:30 Uhr. Der Wecker klingelt. Draußen schlägt der Regen gegen unser Schlafzimmerfenster. Meine Frau und mein Sohn sind am Sonntag um diese Uhrzeit nicht wach zu bekommen. Gut so.

Also ab. Frühstück und Kaffee machen, Kompi an und das Regenradar anschauen. Klasse, ab 9:30 Uhr nichts mehr in Sicht.

Tasche war schon gepackt und das Rad am Vorabend im Auto verstaut. Also in die Rasdsportklamotten und nach knapp 60 km war ich schon in Rheinhausen bei der RTF des RSV Duisburg

Super, traf ich doch auch Dieter. Obwohl er zur Zeit angeschlagen ist, kann man sich auf ihn verlassen, wenn man als Einsteiger nicht alleine fahren will. Also, was habe ich gelernt, erst einmal einchecken, lecker Kaffee und Brötchen hohlen, ruhig Frühstücken und nett klönen.

Danach ging es ab auf die Strecke. Kleine Ehrenrunde am Start gedreht. Vergesse immer noch den Startstempel. Na ja, Anfänger.Die Tour führte uns aus Rheinhausen hinaus Richtung Hünxe, Geldern und die Niederländische Grenze. Warum heißt der Hügel eigentlich „Hülser Berg“?

Hier muß ich dem RSV Duisburg ein ganz großes Kompliment machen. Hätte nie gedacht, daß man in dieser Regionen so eine tolle Tour und auch noch mit fast keinen Unterbrechungen durch Ampeln hin bekommt. Die gesamte Strecke war super flüssig zu fahren. RESPEKT

Die Veranstalter des RSV Duisburg waren super nett. An beiden Kontrollen konnten wir ein bißchen klönen, lecker Nutellabrote essen und es uns so richtig gut gehen lassen.

Am Ziel habe ich dann natürlich noch mal bei den Brötchen und dem Kuchen zugeschlagen. Gehört einfach dazu.

Danach kurz Duschen und ab nach Hause. Hier wurde ich schon erwartet. Meine Frau fragte mich, bist Du wirklich gefahren? Ja und am nächsten WE fahre ich wieder. Einmal angefangen RTF“s zu fahren, kann ich jetzt einfach nicht mehr aufhören.

Viele Grüße und vielen Dank für den tollen Sonntag,

 Euer Markus vom Bikekomnet-Team

 

 

RTF Checkliste

  • Datum
  • So, 18.03.2012
  • Art
  • A-Wertung
  • Veranstalter
  • RSV Duisburg 09 e.V.
  • Landesverband
  • Nordrhein-Westfalen
  • Strecken
  • 74/ 43 km
  • Punkte
  • 2/1
  • Startort
  • Gartenstr. 9
    47226 Rheinhausen
    Sportplatz OSC Rheinhausen
  • Startzeit
  • 09:00 bis 11:00
  • Zusatz
  • RTF-Nr.
  • 2018
  • Internet

 

  • Verantwortlicher Ansprechpartner
  • Name
  • Henry Scherf
  • Anschrift
  • Johannenhof 16
    47198 Duisburg
  • Telefon
  • 0 20 66/3 73 90
  • E-Mail
  • ingrid_scherf@yahoo.de

 

  • Verpflegung Start/Ziel: Kuchen, Brötchen, warme und kalte Getränke, Würstchen
    Verpflegung: Äpfel, Getränke, Nutellabrot und den Rest habe ich leider bei den leckeren Nutellabroten vergessen. SORRY!
  • Duschen/Umkleide: am Ziel
    Organisation: sehr gut
    Teilnehmerzahl: 151, das Wetter hat wohl viele abgehalten. Schade, Ihr habt was verpaßt
  • Streckenführung  super Abwechslungsreich und flüssig zu fahren.
  • Steckenbeschaffenheit: klasse, Asphalt und gute Beschaffenheit der Straßen
  • Ausschilderung: hervorragend
    Pokale: ups, vergessen zu fragen
    Bemerkungen: super nette Leute vom RSV Duisburg, tolle Organisation

·       FAZIT

  • Unbedingt für das nächste Frühjahr vormerken!!!

 

 

 Wo ist Hippeland?

STANDORTFRAGEN /Die einen sagen hier, die anderen dort. Alle meckern drüber, keiner kennt es. Dabei ist es überall.

Mittlerweile ist es hip, am Niederrhein zu wohnen. Das war nicht immer so. Denn in früheren Zeiten waren das grüne Land und seine Bewohner arm und fernab vom Geschehen. Geld wurde in den großen Städten mit der aufkommenden Stahl- und Kohlindustrie verdient. Die Leute dort schauten auf die bäuerlichen Nachbarn herab und nannten die Gegend, in der diese knorrigen Typen wohnten, Hippeland. Das war nicht nett gemeint, hat sich aber bis in unsere Tage gehalten. Woher der Name kommt, wissen die wenigsten. Auch Horst Rösken aus Moers spekulierte über diese Namensgebung und schickte an unsere Redaktion ein Familienfoto. Das zeigt einige seiner Verwandten, die im Dezember 1952 zu einer „Weihnachtsmärchen-fahrt“ nach Rheydt in den Bus des Reiseunternehmers Fritz Hippe aus Moers einsteigen. Rösken vermutete, vielleicht ein wenig im Scherz, dass das Hippeland seinen Namen bekam, weil Fritz Hippe die Leute von der Bönninghardt zur Stahlhütte nach Rheinhausen fuhr, wo sie mehr Geld verdienen konnten als mit Landwirtschaft.

Alles Richtung Grenze

Das mag ein bisschen weit hergeholt sein, gibt aber im Kern zunächst eine geographische Eingrenzung des Hippelandes: von Duisburg aus betrachtet alles hinter Moers bis zur niederländischen Grenze. Der Bonner Sprachforscher Dr. Georg Cornelissen vom Rheinischen Amt für Landeskunde bestätigt geschliffen-humorvoll: „Hippeland ist eine abwertende Bezeichnung für den Teil des Niederrheins, wo man gerade selbst nicht wohnt.“ Für Rheinhauser etwa beginnt Hippeland direkt hinter Rheinhausen, für Moerser direkt hinter Moers. Womit festgehalten werden kann, dass sich auch Niederrheiner nicht immer einig und grün sind und lieber den Nachbarn im Hippeland ansiedeln als sich selbst. Auf jeden Fall, so Cornelissen, ist Hippeland ein rheinisches Phänomen, denn dieser Begriff taucht im Deutschen sonst nicht mehr auf.

Hoppeditz, der im Rheinland im Karneval erwacht, kommt übrigens auch aus dieser Sprachecke. Da hier nach dem Prinzip der närrischen Umkehrung die Vokale von Hippe und Dotz vertauscht wurden, entstand Hoppeditz, ein Springinsfeld, Hüpferling oder Kindskopf.

Logischerweise wird man bei der Suche nach dem sagenumwobenen Hippeland auch in Düsseldorf fündig, der Hochburg rheinischen Frohsinns. Im Stadtteil Gerresheim hatte die KG Hüppeländer Jonges von 1901 lange das karnevalistische Sagen. Der Bürger-Verein Hippeland widmet sich eher dem allgemeinen Brauchtum. Walter Henning-Werner von der KG Hüppeländer Jonges gibt erste konkrete Hilfestellung bei der Suche nach der Quelle des

Begriffs: „Hier gibt es eine Glashütte und drumherum waren Gärten für die Arbeiter. Die waren sehr klein, und deswegen konnte man nur Ziegen halten.“

Dünn und frech

Womit das Wort „Hippe“ im Spiel ist. Das bezeichnet bekanntlich umgangssprachlich die Ziege, weitergeführt ein großes dünnes Mädchen, eine freche Frau – sowie ein sichelartiges Werkzeug in Gartenbau und Forstwirtschaft. „Ein ganz schweres Wort für die Forschung“, sagt Cornelissen. „Ehrlich gesagt wissen wir nicht, wo das herkommt. Es ist ganz alt, wahrscheinlich germanischen Ursprungs“, sagt der Sprachkundler. Der Weg in die griechische Mythologie zu Xanthippe, der Tochter des Doros, oder zur gleichnamigen Frau des Philosophen Sokrates führe auf jeden Fall in die Irre.

Wobei Xanthippe als Schreckensweib zwar nicht sonderlich weit von der modernen Belegung des Wortes Hippe entfernt ist. „Führt aber zu nichts, muss weiter geforscht werden“, sagt Cornelissen und weist darauf hin, dass „Hippe“ in vielen Dialekten variiert, im Bayerischen etwa Hette heißt.Aber Hippeland, das gibt es nur im Rheinland – wenn auch bis zum Bergischen, und nicht zwingend nur am Niederrhein. „Mit Ziegen sind wir wahrscheinlich am besten bedient, wenn es um die Herkunft des Begriffes geht“, sagt Cornelissen. Echte Ziegen wohlgemerkt. Die wenig schmeichelhafte Bezeichnung für Frauen muss man in der regionalen Bestimmung für Hippeland tatsächlich ausklammern.So beschreibt Hippeland letztlich grünes Land, flach oder gewellt, mit landwirtschaftlicher Struktur und Kleinbetrieben – also praktisch überall. Womit man zwangsläufig am Niederrhein landet, denn der ist bekanntlich auch überall. Befand Hanns Dieter Hüsch, seines Zeichens Schwarzes Schaf, nicht Hippe. Wir wollen den Bock ja nicht zum Gärtner machen.

Wer mal durchs Hippeland radeln möchte, findet sogar seine eigene Tour. Der RSV Duisburg 09 bietet Samstag, 20 März, eine Radtourenfahrt mit drei Strecken von 20, 43 und 74 Kilometer Länge an: die RSV-Hippe-Land-Tour. Abfahrt von 8.30 bis 10.30 Uhr, ab Vereinshaus OSC Rheinhausen, Gartenstraße (A40, Ausfahrt DU-Homberg). Info: Manfred Podworny, Tel: 0203/70 11 72 oder E-Mail: Podworny@t-online.de. Die Tour kann auch individuell als „Permanente“ ganzjährig abgefahren werden – dann allerdings ohne Auszeichnung. Eine Wegbeschreibung gibt es jedoch an der Star-Tankstelle an der Kaiserstraße 12 in Duisburg-Friemersheim (8 – 20 Uhr)

Allgemein, Nachberichte, RTF 2012
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