20.01.2013, „Quer durch den Grenzwald“, CTF, SV Klinkum e.V. Radsport

Jan 25, 2013 0 Kommentare von

Der frühe Vogel …

… fängt sich Schnee und Sturm.

Sonntag, 20.01.2013, 6:30 Uhr: raus aus den Federn.

Die Kollegen wollen um 7:00 am Vereinsheim sein und die letzten Vorbereitungen treffen.
Bereits gestern waren fast alle zusammengekommen, um die 1. internationale CTF des SV Klinkum und damit seine erste Radsportveranstaltung im Rahmen der BDR-Wertungen zu einer gelungenen Veranstaltung werden zu lassen. Die Strecken waren markiert worden, Warnschilder aufgehängt. Die Baggagewagen für die zwei Verpflegungspunkte waren bis auf frostempfindliche Ware gepackt.

Der Start- und Zielbereich organisiert.
Letzte Zweifel an der Durchführbarkeit waren im frostigen Wind zerstreut worden.
„Mountainbiker sind keine Weicheier!“
Also jetzt raus, noch eine warme Dusche. Hab‘ ich auch alles? Nichts vergessen?

6:50 Ankunft am Vereinsheim – mal wieder zu früh

7:00 pünktlicher geht’s nicht – Reiner kommt, schließt auf und beginnt sofort mit dem Abfüllen der Wasserkanister. Insgesamt 240 Liter warmes Wasser, damit die Gasbrenner an den Verpflegungsstellen Suppe und Tee schneller auf Temperatur bringen.

7:07 Ralf bringt frisch belegte Brötchen

7:35 Inzwischen sind fast alle da und suchen sich ihre Position für den Tag. Die Nervosität ist spürbar und die Ungewissheit, wie viele „Bescheuerte“ sich bei dem Wetter – leichter Schneefall hat inzwischen eingesetzt und der Wind bläst eisig bei -5° – überhaupt einfinden werden.
Was die Teilnehmer und die Teams an den Kontrollpunkten erwartet, haben inzwischen auch die feststellen dürfen, deren Tätigkeitsbereich heute hauptsächlich drinnen sein wird. Das Anbringen der letzten Hinweispfeile brauchte zwar nur knapp 10 Minuten. Das jedoch reichte aus, um mit steifen Fingern schnell den Schutz des Vereinsheims aufzusuchen und sich bei einer Tasse Kaffee (14 Teelöffel = eine Tasse Kaffeepulver = eine Kanne = 12 Tassen Heißgetränk – eine gute Mischung) aufwärmen zu wollen.
Den Parkplatzeinweisern ergeht es ähnlich.

7:50 Die Streckenkontrolle macht sich auf den Weg. Wie sich kurz darauf zeigt, nicht ohne Grund.
Aggressive Mountainbike-Gegner haben im Bereich Dalheim die Beschilderung entfernt und – was noch deutlich schwerer wiegt – Löcher in den Streckenverlauf gegraben.
Günter, Marco, Thomas, Michel, Niels und die beiden „Thomasse“ richten, was zu richten ist und sorgen so zumindest vorläufig für „ungetrübtes Fahrvergnügen“.
Um kurz vor acht, quasi noch im Dunkeln, kommen tatsächlich die ersten Unverzagten.

OK, also schon mal keine Nullnummer – das lässt hoffen.
Entsprechend dem Wetter, der bereits erfolgten Resonanz und dem jeweiligen Bild von dem, was „der Mountainbiker an sich“ zu leisten in der Lage ist, schwanken die Erwartungen von pessimistischen 20 Teilnehmern bis hin zu optimistischen – wenn nicht sogar euphorischen – „200 +X“.
Das inzwischen aufgefahrene Kuchenbuffet und die zahlreich erschienenen „Thekenkräfte“ zumindest wären diesem Ansturm gewachsen.
9:02 mit dem ersten Tageslicht wird die Frequenz der eintreffenden Starter spürbar höher. Die ersten 20 Teilnehmer sind raus und haben den Kampf mit den inzwischen fast waagerecht treibenden Schneeflocken aufgenommen.

Immer wieder treffen neue Gruppen und Einzelfahrer ein. Besonders bemerkenswert: eine Einzelfahrerin, die erst zu Weihnachten ihr MTB geschenkt bekommen hat, nimmt an ihrer ersten CTF teil – wie man später von den Kontrollfahrern hört, mit ziemlich Druck auf der Pedale – und bringt die Strecke mit Bravour hinter sich.

10:00 Meldeschluss: es sind exakt 50 Teilnehmer geworden.
Gemessen an den Erwartungen des einen oder anderen recht wenig.
Unter Einbeziehung der Witterungsverhältnisse und der Tatsache, dass es die erste eigene Veranstaltung dieser Art ist, passabel.
Macht man sich klar, dass einige Teilnehmer trotz der zeitgleich stattfindenden WWBT Wertungs-CTF in Dortmund sogar aus Mülheim kamen – ein Erfolg.

10:20 Die gleichen Fahrer die heute morgen die Prüfung der Streckenbeschilderung übernommen haben und die bereits gestern die Markierungen angebracht hatten, machen sich auf den Weg, den Wald von Flatterband zu säubern.
Einige von denen fahren die lange Strecke also heute schon zum zweiten Mal.
Rückmeldung: erneut hat in Dalheim jemand die Markierungen entfernt aber ansonsten alles OK.

11:45 Die ersten „regulären“ Heimkehrer sind wieder da. (Zuvor hatte die steife Brise und der Schnee einem Teilnehmer die Sicht genommen, was dazu führte, dass er bereits nach 16 km wieder am Ziel war).
Zeit von der Strecke zu berichten, das eine oder andere Heißgetränk zu sich zu nehmen und sich mit einer warmen Suppe oder einem oder zwei (oder drei) Stück Kuchen für die erlittenen Strapazen zu belohnen.

Also eigentlich der Beginn des gemütlichen Teils.

Wären da nicht zwei jugendliche Fahrer, die an der zweiten Verpflegungsstelle bereits eine halbe Stunde überfällig sind. Einige Minuten später Entwarnung hier –also noch ca. 1h bis die Jungs an Kontrolle 2 auftauchen sollten. Denkste. Die Streckenkontrolle wird losgeschickt und sucht die Strecke ab. Nichts. Es wird versucht, die Eltern zu kontaktieren. Mailbox. Die Kinder haben Ihre Meldeunterlagen leider nicht vollständig ausgefüllt und sind somit nicht per Handy erreichbar.
Die Rückennummern wurden beim Start liegen lassen; sind sie vielleicht auf eigene Faust nach Hause? Das Wetter wäre danach. Tausend Gedanken – dann um 15.00 Uhr der erlösende Anruf, die Jungs haben sich verfahren, sind „beim Mongolen“ in Rothenbach eingekehrt und haben ihre Eltern angerufen, um sich abholen zu lassen. Nur, dass die Eltern nicht wussten, wie sie nach Rothenbach kommen sollen. Also macht sich Reiner nach dem Abbau der zweiten Verpflegungsstelle auf den Weg die Eltern per PKW zum „Mongolen“ zu leiten.

16:45 Alle wieder zurück– trotz inzwischen einsetzendem Eisregen.

Alle geschafft, aber alle auch irgendwie mit dem guten Gefühl, gemeinsam etwas auf die Beine gestellt zu haben.

Fazit:

Die am stärksten vertretene Mannschaft kommt mit 6 Mann aus Krefeld – Chapeau!

47 Mountainbiker und 3 Mountainbikerinnen, die bis auf eine Ausnahme mit Lob für die Veranstaltung nicht zurückhielten – Danke!

Mehr als 25 Teamkollegen und deren Partnerinnen, mit denen zu arbeiten richtig Spaß gemacht hat, machen Mut für ein nächstens Mal – Danke!

1 aggressiv gegen Mountainbiker agierender Zeitgenosse aus Dalheim – Arschloch !
(das ist natürlich nur meine ganz private Meinung)

An dieser Stelle Danke an alle, die zum Gelingen der „Feuertaufe“ beigetragen haben.
Mitglieder, Helfer und Gäste, auf deren Wiederkommen im nächsten Jahr wir uns bereits jetzt freuen.

Marc Oliver Künne

 P. S. Mehr Bildmaterial findet Ihr hier

 

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