10. „Glück Auf“ CTF der Radsportabteilung des DJK Adler 07 Bottrop e.V. (Sa.05.10.2013)

Okt 09, 2013 1 Kommentar von

Anfangs sah es so aus, als stünde diese beliebte CTF dieses Jahr unter keinem guten Stern. Der ursprünglich angedachte Veranstaltungstermin musste verlegt werden, da zeitgleich eine Musikveranstaltung auf der Halde Haniel statt fand, dann musste der Termin auf  einen, von vielen ungeliebten, Samstag verlegt werden; und schlussendlich war dann für den Veranstaltungstag ganztägig Regen angekündigt.

Da dies die von mir aus nächstgelegene CTF ist und sie somit in meinem ‚Homespot‘ stattfindet, ist sie natürlich so was wie ein Heimspiel für mich. Die 8,5km bis zum Startpunkt fuhr ich mit dem Bike und richtete unterwegs meinen Blick immer wieder kritisch gen Richtung Himmel. Es war grau, diesig, aber trocken.
Um es gleich vorweg zu nehmen, das Wetter bliebt den ganzen Tag über hervorragend zum Radfahren. Trocken, nicht zu warm und nicht zu kalt. Nur die Sicht von den Halden war etwas eingeschränkt. Für mich als „Einheimischer“ nicht weiter tragisch.
Aber sonst war die Streckenführung, wie immer in Bottrop, sehr ausgewogen gewählt. Schotter, Asphalt, Waldboden und alles dazwischen wurde geboten. Dazu eine hervorragende Beschilderung mit exzellenten Markierungen auf dem Boden. Ich finde es gut, dass sich die Radsportler des Adler 07 Bottrop hier Gedanken gemacht haben, wie man eine Mountainbike-taugliche Ausschilderung und Wegmarkierung hin bekommt.

So wurde diese CTF zu einem reinen Vergnügen. Knackige Anstiege, die so manchen zum Absteigen zwangen und ebenso knackige Abfahren, die ebenfalls manche zum Absteigen zwangen. Hier wurde aber immer rechtzeitig mit Schildern auf ein mögliches Gefahrenpotential bei der Abfahrt hingewiesen. Die Straßenabschnitte waren nie zu lang und daher kam keine Monotonie auf. Ein paar Kilometer Straße, dann plötzlich ein Schild und schon war man schon wieder auf einem schmalen Singletrail irgendwo im Wald. Toll.

Die Kontrollpunkte waren das, was sie sein sollten. Kontrollpunkte und keine „all-you-can-eat“-Theken mit einer Auswahl, die jede jede Vereinskasse an ihre Grenzen bringt. Brote, Waffeln, halbe Bananen. Das war perfekt und reicht auch vollkommen.
Wie auch schon bei der diesjährigen RTF der Bottroper gab es keine Becher an den Kontrollstellen. Man konnte natürlich seine vorhanden Trinkflaschen oder Trinkrucksäcke an der Kontrollstelle auffüllen. Wasser und Zitronentee gab es reichlich.
Ich finde diese Idee, keine Becher auszulegen, hervorragend. Sie vermeidet sehr viel Müll und im Wald den monatelangen Anblick der Becher von jenen, die noch immer nicht gelernt haben, wie man sich in der Natur verhalten soll. Ich wünschte mir, diese Idee würde Schule machen.

Was bleibt als Fazit? Eine CTF mitten im Ruhrgebiet zu veranstalten ist immer eine Herausforderung, welche die hiesigen Vereine immer wieder mit Bravour meistern.
Unterwegs dachte ich mir auch, dass so mancher Verein, bei dem es in den letzten Jahren vielleicht etwas haperte mit der Ausschilderung und Wegmarkierung, sich die Bottroper als Vorbild nehmen sollte. Man kann eine CTF nicht wie eine RTF ausschildern und das hat man in Bottrop verstanden.

Von mir also als Note eine „2+“ für diese tolle Veranstaltung, die mit mageren 327 Fahrerinnen und Fahrern eindeutig zu wenig Teilnehmer hatte. Was zur Bestnote fehlte? Die Angabe der Startzeiten und des Wertungsschlusses im Vorfeld der Veranstaltung. Als Startzeit war lediglich 8:30 Uhr angegeben. Kein Zeitfenster, wie es sonst bei CTFs üblich ist. Das mit der fehlenden Angabe des Wertungsschlusses ist so Marotte, die sich anscheinend bei vielen Vereinen eingeschlichen hat. Dabei ist diese Angabe für viele Teilnehmer aber durchaus wichtig, denn danach wählen sie morgens ihre Streckenlänge. Daher hier einen leichten Punktabzug von mir.

Viele Grüße,

Euer Cycling Joe

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Bilder gibt es vom ASC Knipser:

http://bit.ly/1bFIgT8

 Impressionen vom Tag

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1 Kommentar to “10. „Glück Auf“ CTF der Radsportabteilung des DJK Adler 07 Bottrop e.V. (Sa.05.10.2013)”

  1. ph0 says:

    Schöner Bericht, aber ich finde es absolut nervig ohne Becher an den Kontrollen und mal ehrlich: Wer bitteschön nimmt denn einen Becher mit auf die Strecke?!? Die leert man vor Ort und entsorgt sie in den vorhandenen Müllsäcken. Wer beim Müllentsorgen auf offener Strecke erwischt wird, sollte eh mit mindestens 2 Veranstaltungen Sperre belegt werden. Egal ob Becher, Riegelverpackung oder sonstwelchem Zeugs was dort nichts verloren hat! ;)

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